Freitag, 24. April 2009
Donnerstag, 23. April 2009
Mit letzter Kraft ...
Vier der fünf Prüfungen, zwei der drei Exam-Tage sind geschafft. Jeden Tag muss ich um dreiviertel acht Uhr im Prüfungszimmer sitzen, zumeist gemeinsam mit etwa fünfzig anderen Wahnsinnigen, denn alle C-Levels werden gemeinsam geprüft. Zwei Exams pro Tag sind zu absolvieren, am Nachmittag wird dann noch weiter gelernt. Das geht wirklich an die Substanz, und ich bin sehr froh, es morgen hinter mir zu haben.
Es ist nun amtlich: Das Niveau meiner jetzigen Klasse ist nicht zu vergleichen mit dem meiner alten - dementsprechend sind auch die Prüfungen wesentlich anspruchsvoller.
Da war zunächst der gestrige Hörverständnistest. Eineinhalb Stunden lang bekamen wir durch Kopfhörer Textstellen unterschiedlicher Länge vorgespielt, zu deren Inhalt wir Fragen beantworten mussten - insgesamt immerhin fünfzig. Das Großartige dabei: Man bekommt keine Zeit, die Fragen vorher zu lesen, muss also gleichzeitig Chinesisch hören, lesen und schreiben. Dies ist wesentlich schwieriger als in jeder anderen Fremdsprache, da es vom Prüfling die simultane Bewältigung dreier völlig unterschiedlicher Arten von Konzentration erfordert: Zweidimensionales Hören (Silben plus Töne), passives Erkennen der Schriftzeichen beim Lesen, und aktives ins-Gedächtnis-Rufen sowie Schreiben derselben beim Beantworten der Fragen. Es ist nur meiner intensiven Befassung mit dem Hören gesprochenen Chinesisch auf meinen Reisen zu verdanken, dass ich diese Prüfung, wie ich glaube, recht gut hinter mich gebracht habe und nicht schon bei der Überschrift gescheitert bin.
Dann der Lesetest. Wie schön ist es, am frühen Morgen von einem kleinen Schock aus dem Halbschlaf geschreckt zu werden, denn der Prüfungsmodus war hier völlig anders als beim letzten Mal. Anstatt weniger, langer Texte mit darauf folgenden Fragen hatten wir diesmal sehr gemischte Aufgaben, wie die Umschreibung schwieriger Vokabel aus einem Kurztext mittels Multiple Choice, oder freie Beantwortung von Fragen nach längeren Texten. Es dürfte aber auch ganz gut funktioniert haben.
Sensationell lief die heutige Sprechprüfung. Für diese hatte ich mich, experimentellerweise, vorsichtshalber überhaupt nicht vorbereitet, da ich wissen wollte, wie gut mein gesprochenes Chinesisch wirklich ist. Außerdem halte ich nur wenig davon, wie die meisten meiner Kollegen ganze Monologe auswendig zu lernen. Ok, das ist nur eine Ausrede dafür, dass ich einfach nicht auswendig lernen KANN. Irgendwie hat man bei mir den dafür zuständigen Gehirnteil eingespart. Dennoch: Sowohl das Vorlesen eines unbekannten Textstücks als auch das dreiminütige, freie Sprechen zu einem von fünf zufällig ausgesuchten, aber vorher bekannten, Themen lief ganz toll.
Weniger berühmt war wohl der darauf folgende Schreibtest. Ein 400-Zeichen-langes Essay zum packenden Thema "Was ich über Shanghai denke" war zu verfassen. Zwar hütete man sich als geübter Schleimer angesichts des dicken Shanghai-Akzents unseres Schreib-Lehrers davor, diese herrliche Stadt allzu heftig zu kritisieren. Unter Aufbietung aller Kräfte schaffte ich es aber doch, in mein Werk ein Maximum an chaotischen Aufbau hineinzubringen. Das könnte ein gutes Zeichen sein, denn Chinesen haben eine völlig andere Auffassung davon, was einen guten Aufsatz ausmacht, und bei den wöchentlich zu schreibenden Aufsätzen bekam ich regelmäßig auf jene, deren Aufbau ich persönlich gut fand, eine schlechtere Note als bei jenen, die ich als chaotisch und schwach empfand. In jedem Fall fasziniert es mich, dass ich offenbar auch auf Chinesisch sehr schnell schreibe. Von den fünfzig Teilnehmern war ich jedenfalls als erster fertig. Was mir allerdings wiederum ein wenig Sorgen bereitet ...
Wie dem auch sei, morgen steht noch die große Grammatik-Prüfung an. Dann gönnt man uns großzügigerweise ein freies Wochenende, und am Montag werde ich um 8.55 Uhr pünktlichst - und endlich - in der ersten Vorlesung des Levels D sitzen. Damit werde ich offiziell von "Chinesisch - Grundstufe" in "Chinesisch - Fortgeschritten" aufgestiegen sein. Beängstigend, wenn man bedenkt, dass ich immer noch weder beim Zeitunglesen noch beim Filmschauen wirklich etwas verstehe. Hochinteressant jedenfalls, das Ganze.
Dienstag, 21. April 2009
Go West in Pictures - III: Provinz Shaanxi
Aber was soll ich tun? Das Zimmer ist blitzblank, sämtliche Formulare und Dokumente neu geordnet und das Studentenheim mit dem Zahnbürstel neu verputzt ... wenn ich jetzt nicht poste, müsste ich ja lernen - und das wollen wir doch alle nicht.
Also widme ich mich hiermit Provinz Nummer 3: Shaanxi.
Wir erinnern uns: das ist die, die was Xi'an mittendrinnen hat, deren Hauptattraktion wiederum unglaubliche Menschenmassen zu sein scheinen. Daher bilden diese auch irgendwie einen gewissen Schwerpunkt meiner Bebilderung, auch wenn die schiere Flut an Sehenswürdigkeiten mich zwingt, noch mehr Fotos als sonst hochzuladen. War mühsam genug, über 200 Stück auf gerade einmal ein gutes Zehntel zu reduzieren.
Gehen wir es also an.
Allerdings sind die Panoramen durchaus vielfältig. Manchmal wirkt die Landschaft geradezu lieblich - und beweist, dass es hier durchaus noch recht grün sein kann.
Um die Fahrkarte für die Weiterfahrt zu erstehen, begebe ich mich nach Ankunft in Xi'an in die heimelige Atmosphäre der Tickethalle. Anbei einige der 30 Schalter inklusive eines kleinen Ausschnitts der hoffnungsfrohen potenziellen Fahrgäste.
Für die Schlange vor der Busstation zur Terracotta-Armee hätte nicht einmal ein Birdseye-Objektiv ausgereicht. Hier ein kleines Stückerl davon, das bereits bis an die Stadtmauer heranreicht ... Grund genug für mich, mir zunächst Xi'ans zentralere Sehenswürdigkeiten zu Gemüte zu führen.
Genau im Zentrum der nach klassisch-chinesischem Grundriss rechteckig nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichteten Stadt befindet sich ein großer Platz mit dem Glocken- und dem etwas kleineren Trommelturm aus dem 14. Jahrhundert. Hier der Blick vom einen zum anderen.
Der Trommelturm heißt so zweng der Trommeln, die sich darin und darauf befinden. Früher wurden nämlich des Nachts die Stunden durch Trommelschläge, des Tags durch Glockengeläut angezeigt. Heute bevorzugt man in China eher ein Zeitkontinuum, markiert durch zarte Straßenverkehrs- und Baustellenklänge.
Die Chinesen haben übrigens überhaupt keinen Humor. Nach meinem Besuch am Trommelturm mit seinen Trommeln hoffte ich insgeheim, im Glockenturm auf eine Sammlung an E-Gitarren zu treffen - oder gar Murmeltiermodelle aus Plastilin. Doch was ich dort fand, waren antike Glocken. Wie vorhersehbar ...
Die unmittelbare Umgebung des Glockenturms gestaltet sich gar blümelig ...
... neben dem Trommelturm hingegen findet man das Muslimenviertel mit seinen Märkten und seinem bunten Treiben. Wobei festzuhalten ist, dass man dort vor lauter buntem Treiben zumeist weder eben erwähnte Waren noch überhaupt das Viertel selbst erblickt.
In den Seitengasseln geht es allerdings etwas ruhiger zu - dort kann man manchmal sogar Künstlern bei der Arbeit zusehen.
Im Muslimenviertel versteckt sich eine weitere Sehenswürdigkeit: die große Moschee. Sie sieht auch nicht viel anders aus als ein buddhistischer Tempel - allerdings verrät eine muntere Häufung an Hui-Chinesen, dass man sich an einem muslimischen Ort befindet.
Wieder ein bissl was Kitschiges für die Susy und den Papa - denn auch in der Moschee blümt es auf Teufel-komm-raus.
Nach all diesem Sightseeing bleibt noch Zeit für einen entspannenden Bummel auf Xi'ans praktisch menschenfreien Einkaufsstraßen ...
... oder vielleicht doch eher einen ruhiger Abend mit einem guten Buch und frischem Zuckerrohr.
Am nächsten Tag gibt es etwas ruhigere Momente im taoistischen "Tempel der acht Unsterblichen" ...
... oder bei der berühmten Großen Wildganspagode aus dem Jahr 648 n. Chr.
... wobei man in dieser faszinierenden Anlage doch wieder nicht mehr ganz so einsam ist.
Immerhin fand dieser Herr ein Stückerl unbemannte Straße für seine Wasserkalligraphie.
Im Stelenmuseum schließlich kann man uralte Texte auf unendlich vielen Steinstelen bewundern. Oder auch von einer davon ein "Stone Rubbing" anfertigen lassen und mitnehmen.
Und dann endlich war es soweit, dass ich zur berühmten Terracotta-Armee aufbrechen konnte. Die - wie hier ersichtlich - in Xi'an omnipräsent ist und auch stets mit dem nötigen Respekt fern jeglicher Kommerzialisierung behandelt wird.
So schaut sie live aus. Erst ein kleiner Teil davon ist von den Archäologen freigelegt - doch auch so kann man über 6.000 dieser lebensgroßen Tonfiguren bewundern.
Jeder einzelne der 2.000 Jahre alten Gatschsoldaten hat individuelle Gesichtszüge und Körpermerkmale.
Ich beschließe meinen Aufenthalt in Xi'an mit einer Radtour auf der 18 Meter breiten, zwölf Meter hohen und 14 Kilometer langen Stadtmauer.
Eine großartige Möglichkeit, die Stadt von oben kennenzulernen. Prächtige Ausblicke auf die Mauer selbst und architektonisch interessante Bauten bieten sich hier ...
... ebenso wie Bezirke, die dem Motto "Schöner Wohnen" völlig neue Dimensionen verleihen. Aber mit einem Staubsauger und ein bisserl Farbe würde das sicher gleich viel netter aussehen.
Unser heutiges Filmchen bietet zum Abschluss noch einen kleinen Einblick in zuvor erwähntes buntes Treiben im Muslimviertel:
Jetzt wird sich dann ein wenig Lernen wohl doch nicht ganz vermeiden lassen - und ich melde mich mit meinem vorletzten Foto-Posting über die Provinz Gansu sobald die Prüfung überstanden ist!
Habidehre ...
Samstag, 18. April 2009
Go West in Pictures - II: Provinz Henan
Doch sehet selbst:
Hier ein paar richtige Wohnhöhlen, mit hübschen Lehmportalen. Das Spannende am Fotografieren aus dem Zug ist, dass dabei die gesamte Wahrscheinlichkeitstheorie über den Haufen geworfen wird. Es ist IMMER und AUSSCHLIEßLICH dann, wenn man den Auslöser drückt, plötzlich entweder ein Baum oder ein Mast im Weg, wo gerade noch minutenlang freie Bahn war.

Hier ein paar der von mir erwähnten "Hybridbauten": Ziegelhäuser, deren eine Wand durch einen senkrechten Abbruch im Loessboden ersetzt wird.

Dann Luoyang: ein sympathischer Ort mit hübscher Altstadt ...

... und antiker Stadtmauer - des Abends inklusive antiker Beleuchtung!

Auch wenn sich bei der Fahrt durch das ganze Land Vieles verändert - irgendwie bleibt es doch immer China. So zum Beispiel die Vorliebe für kreative Übersetzungen. In diesem Fall ist es mir selbst nach sieben Monaten Interpretationstraining schleierhaft, was das heißen soll. (Tatsächlich bedeuten die drei Schriftzeichen soviel wie: "Ganz frisch eingetroffen")

Apropos Schilder: Manchmal kann man mit der Transkription chinesischer Schriftzeichen einen Bombenspaß haben! Welcher Deutschsprachige würde schon hinter dem Namen des Ladens zur Linken einen "Waldspaziergang", und dahinter wiederum ein Kleidergeschäft vermuten? Auch die Nachbarschaft wurde hier mit viel Gefühl gewählt.
Dann mein Trip zum Shaolin Tempel: Heimat allen Kampfsports. Doch hier wird nicht nur trainiert und gebetet, auch das Shopping ist den Mönchen offensichtlich nicht verboten. (Vielleicht ja eine neue Kutte von "Busen", hihihi.)

Wo man auch geht und steht, in Shaolin wird überall geprügelt. Hier übt man nicht etwa den korrekten Umgang mit chinesischen Klos, nein, es ist die so genannte "Reiterstellung". Heißt wirklich so. Sorry.

Hier der berühmte Eingang zum Tempel - bekannt aus unzähligen, zumeist unfassbar schlechten, Kung Fu Filmen!

Doch Kung hin und Fu her, zuallererst einmal ist Shaolin ein buddhistischer Tempel - Hort der Einkehr und des inneren Friedens. Buddhistische Götter haben ja auch etwas unheimlich Beruhigendes ...

... und falls das nix hilft, gibt's immer noch eine ganze Menge groooßer Räucherstäbchen zur Open-Air-Aromatherapie!

Der Tempel liegt übrigens direkt am Song Shan, einem von Chinas vier heiligen Bergen. Wunderschöne Landschaft dort.

Und mitten drinnen findet man den Pagodenwald - Grabdenkmäler eminenter Mönche aus 1.500 Jahren, größtenteils hervorragend erhalten. Ein erhabener Anblick ...

... der die hiesigen Mönche oftmals zum ... ähm ... spontanen Meditieren anregt.

Den Bai Ma Si (Weißes Pferd Tempel), den ältesten buddhistischen Tempel Chinas, möchte ich hier zumindest mit einem repräsentativen Bildchen verewigen ...

... bevor ich mich in einem wahren Bilderreigen des Weiß-Gott-wievielten-Weltwunders "Longmen Grotten" ergehe. In grandioser Lage am Yi-Fluss, einige Kilometer südlich von Luoyang ...

... hat man in tausendjähriger Kleinarbeit die Felsen ganzer Flussufer durchlöchert ...
... um dortselbst möglichst viele (= über 100.000) buddhistische Bildnisse unterzubringen. Diese gibt es in allen Größen: von wenigen Zentimetern ...
... bis Dutzenden Metern. Sehr beeindruckend das Ganze.
Und wenn wir das letzte Posting schon so nett mit einem Filmchen abgeschlossen haben, wollen wir das nun wieder tun. Sehet, staunet und lernet: Auch in Shaolin fallen Meister nicht unbedingt vom Himmel ...
Dienstag, 14. April 2009
Go West in Pictures - I: Provinz Anhui
Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Hefei ist die Grabanlage für einen Herrn Bao, einen hohen Beamten des 11. Jahrhunderts, der sich dadurch auszeichnete, sehr korrekt und aufrecht zu sein, was - der Bedeutung der Anlage nach zu urteilen - damals offenbar nicht allzu häufig vorkam. Er hat auch ein wirklich schönes Grab, der Herr Bao. Sehr kunstvoll, sehr hügelig, sehr pflanzelig - tadellos.
Auch sehr hübsch: Hefei ist von Gewässern umgeben. Und an diesen wird hemmungslos der Gartenkunst gefrönt.
In einem chinesischen Garten sollte man sich überall wie in einem klassischen Gemälde fühlen. Alles ergibt ein harmonisches Ganzes: die Pflanzen, die Steine, die Pavilions, die Blüten ...
... und selbstverständlich auch die Satellitenschüsseln.
Nach ausgiebigem Sightseeing hat man sich ein Essen verdient. Soll es schnell gehen, bietet sich hierfür original chinesisches Fast-Food an, das bisweilen auf merkwürdig vertraute Weise offeriert wird.
Wir erinnern uns: In Hefei logierte ich in einem Luxushotel mit wunderschöner Badewanne. Zudem ist der Süden von Anhui eine Gegend mit viel Wasser - was liegt also näher, als den Tag mit einem Bad in kristallklarem Wasser direkt aus der Leitung ausklingen zu lassen!
Meine zweite Etappe, Bozhou, liegt auch in Anhui, allerdings im nordwestlichsten Winkel. Dort ist es immer noch recht feucht, die Landschaft wird aber langsam flacher und wird intensiv landwirtschaftlich genutzt. Wie hier für den Rapsanbau.
Von den allgemein relativ wohlhabenden Provinzen Ostchinas ist Anhui die ärmste - was an den größtenteils recht trostlosen, ländlichen Behausungen offenkundig wird.
Abseits der großen Autobahnen muss man in kleinen Dörfern mit unbefestigten Sträßchen vorlieb nehmen, die sich bei den häufigen Regenfällen im hiesigen feuchten Klima oft in unpassierbare Gatschmassen verwandeln.
Zwischendurch der Beweis, dass meine launigen Klo-Geschichten nicht um eines schnöden Lachers willen erstunken und erlogen wurden: die sensationelle Bodenspülung des Zuges auf der Strecke Hefei-Bozhou.
Bozhou selbst ist dann ein (zumindest untertags) höchst lebendiges, sympathisches Städtchen, weitab von allem, was Touristen üblicherweise besuchen. Auch meine Unterkunft kostet nur wenige Euros. Das heißt aber nicht, dass ich jeglichen Luxus entbehren muss ...

... sogar einen luxuriösen Kleiderschrank inklusive Haken gibt es!
Neben dem Essen ist das Heiraten das liebste Hobby der Chinesen. Und wenn es auch sonst nichts gibt in Bozhou: die Brautmodenschau auf offener Straße darf in keinem auch noch so kleinen Örtchen fehlen!
Wie ich im entsprechenden Posting schon schrieb: Erfrischend unvorbereitet wie ich war, wusste ich nicht, dass Bozhou ein herrliches, antikes Theater beherbergt. Als einziger Tourist kann ich es luxuriöserweise in vollkommenem Frieden auf mich wirken lassen.
Die hunderte Jahre alten Schnitzereien und Holzgemälde sind beeindruckend.

Gleich nebenan ist die Altstadt. Hier ist es richtig verschlafen, und man kann wunderbar bummeln. Autos gibt es keine, wie alle anderen Waren wird auch Kohle per Muskelkraft transportiert.
Im nahen Flusshafen regiert ebenfalls nicht gerade die Hektik.
Bei meinem ersten Aufenthalt in Anhui - am Huangshan - beeindruckte mich die hiesige Küche damit, ziemlich unbeeindruckend zu sein. Dieses "Getränk" versöhnte mich wieder: ein köstliches, dick-klebriges, süßliches Gemisch mit dutzenden Körnern, Früchten, Nüssen und vielen anderen undefinierbaren Bestandteilen, das ich bisher nur bei Straßenhändlern in Bozhou gefunden habe.
Den riesigen Markt für chinesische Medizin sowie meinen dortigen zutraulichen Privatführer konnte ich aus im Posting beschriebenen Gründen leider nicht fotografieren; wohl aber jene Heil... ähm ... dingsbumse, die er mir zum Abschied schenkte. Hier bittesehr!
Was immer das auch ist.
Zum Abschluss darf ich noch eine friedvolle Fahrt durch Bozhou anhand eines kleinen Filmchens illustrieren.
Versäumen Sie nicht den nächsten Teil unseres bunten Bilderreigens, wenn es heißen wird:
Henan!
(Das klang jetzt irgendwie nicht ganz so beeindruckend wie ich dachte ...)
