Freitag, 10. April 2009
Go West - VIIa: Xining und der Sinn des Lebens
Duerre Felder
Einen wiederum strahlend schoenen Tag beginne ich mit einem Spaziergang in Richtung der Bergkette im Norden der Stadt. Es ist erstaunlich, wie schnell man aus dem modernen Stadtzentrum draussen ist und sich in den Vororten befindet, mit ihren teils kaum mehr (oder noch kaum) vorhandenen Haeusern und unbefestigten Strassen. Ich bin auf dem Weg zum Bei Chan Si, zu einem taoistischen Tempel im Norden der Stadt, doch wie ueblich verirre ich mich zunaechst. Das ist fein, denn so lande ich nach einigen engen Gaesschen und einem riesigen Marktgelaende auf einem Feld am Stadtrand. Zwei Baeuerinnen graben dort mit Spaten und Spitzhacken den steinharten, staubtrockenen Boden um. Mir ist schleierhaft, wie auf einem solchen Boden jemals etwas wachsen soll. Die Aussicht auf die umgebenden Berge ist hier grossartig - die Einheimischen hingegen behandeln mich wie das wandelnde achte Weltwunder. Doch genau wenn einem das ununterbrochene Angestarrt-Werden unangenehm zu werden beginnt, wird man von einem Ohr zum anderen angestrahlt oder es wird gewunken und gerufen. Mir faellt auf, dass hier die Aufmerksamkeit keine lustige, laute, offene ist, wie in den suedlicheren Landesteilen, sondern eher eine freundlich-ruhige. Trotzdem gibt es kaum jemanden, von dem man nicht zumindest angelaechelt wird.
Tempel im Fels
Trotz allem finde ich schliesslich zum Tempel, der teils direkt in Vorspruenge oder Vertiefungen der senkrechten Bergwand hineingebaut ist. Teile des Tempels sind vollkommen verfallen und von Schutt und Schmutz bedeckt, andere werden gerade voellig neu aufgebaut. Das haelt aber niemanden davon ab, zu beten, sich zu verneigen oder Fruechte, Geistergeld und Zigaretten zu opfern. Als ich die fast senkrecht hinauffuehrenden Stufen der Felswand erklettere, bin ich gleichermassen froh, schwindelfrei zu sein, wie starke Sonnencreme und eine Sonnenbrille gekauft zu haben, denn die Sonne brennt mit unglaublicher Kraft auf den Berg.
Der Kontrast zwischen den modernen Hochhaeusern im "Tal", den schroffen, wilden Felsketten, den verfallenen Tempelgebaeuden und den knallbunten, renovierten, die mitten in die Felswand hineingepresst scheinen, ist absolut unwirklich. Ich haette nicht gedacht, dass Xining so eindrucks- und stimmungsvoll ist.
Die kleinen Gebetshoehlen jenes Teils des Tempels, der in die Felswand hineingebaut ist, werden von einem halsbrecherischen Gang verbunden, in dem eine Reihe bunter Gemaelde die Di Yu - das taoistische Aequivalent der Hoelle - illustrieren. Angesichts der erstaunlichen Kreativitaet der dargestellten Grausamkeiten verblassen selbst die schlimmsten Werke von Hieronymus Bosch zu Grottenbahn-Illustrationen.
Armut und Ego
Etwas flau im Magen von Folterbesichtigung und hunderte Meter senkrecht abstuerzenden, unbefestigten Felswaenden unter mir, erreiche ich den Tempelausgang. Hier kauert eine Reihe alter, zumeist verkrueppelter Bettler auf dem Boden und streckt mir Blechschalen, Plastikbecher oder fingerlose Haende entgegen.
Ich gebe jedem von ihnen Yuan im Wert von jeweils ein bis zwei Euro. Ihre Freude darueber ist unbeschreiblich: aufgerissene Augen, lautes Lachen, ein alter Mann strahlt mich mit zahnlosem Mund an, ein anderer ohne Beine streichelt meine Knie, ein juengerer Bursch, dessen nackte Fuesse in einem steilen Winkel von den Knoecheln abwaerts nach aussen gewachsen sind, nimmt mich bei der Hand, ein uraltes Bauernehepaar in Lumpen verneigt sich vor mir, und ich werde mit hunderten Dankesphrasen ueberschuettet.
Ich weiss gar nicht, was ich angesichts dessen fuehlen soll ... Freude, Mitleid, Scham, Stolz und Trauer - alles ist dabei. Es ist bedrueckend festzustellen, ein wie grosser Anteil an Egoismus dabei ist, wenn man hilft. Man fuehlt sich besser - selbst nach so minimalen Aktionen wie diesen. Man hat geholfen, ist ein guter Mensch, kann auf sich stolz sein. All das spielt da mit. Mit einer gewissen Beruhigung merke ich aber, dass zumindest auch ein Anteil ehrlicher Freude darueber dabei ist, geholfen zu haben, wirklich armen Menschen das Leben zumindest ein kleines bisschen erleichtert zu haben, ohne jede Spur von Selbstreferenz. Gleichzeitig ist es beschaemend, dass ich mich nicht traue (und auch zu bequem dafuer bin), wirklich zu helfen. Eventuell koennte man so Zufriedenheit erreichen - oder das ist nur Sozialromantik. Ich weiss es nicht. Den Bettlern sind solcherlei Hirnwixereien ziemlich wurscht, fuer sie sind die naechsten paar Tage Ueberleben gesichert. Und vielleicht kommt es ja auch nur darauf an.
Sonntag, 5. April 2009
Go West - Vb: Xi'an, die Rehabilitation
An ersterer Sorte laeuft alles wie am Schnuerchen.
An zweiterer haue ich mir das Schienbein an der Zimmertuere blutig, weil ich aufgrund des mir zuvor aus dem kaputten Wasserhahn ins Auge gespritzten Wassers nichts sehe und folglich - mir das Schienbein reibend - auch meine Zimmernachbarin nicht wahrnehme und sie samt Koffern umrenne, wodurch ich - mich entschuldigend - jenes Taxi um eine Zehntelsekunde versaeume, das eigentlich mich zur ersten Sehenswuerdigkeit zu bringen vorherbestimmt gewesen waere, weshalb ich dann zu Fuss loshetze, meinen Fotoapparat verlierend, was aber nichts macht, da die Sehenswuerdigkeit zunaechst ohnehin stundenlang unauffindbar und schliesslich dann wegen Renovierung geschlossen ist, waehrend ein Baugeruest selbst eine aeussere Fotografierung verunmoeglicht (ganz abgesehen vom nicht vorhandenen Fotoapparat), zum Glueck aber ploetzlich prasselnder Platzregen mein vor Wut darueber heissgelaufenes Gemuet kuehlt, dass mich ein Taxifahrer anpflaumt, dessen Wagen ich wegen jenes Hundes fast uebersehen haette, der mir unverschaemt gegen das Bein pinkelt, meine kurze Gehpause ausnuetzend - Folge eines ploetzlichen voelligen Orientierungsverlustes, wodurch ich auch zuerst meinen Stadtplan zur Hand nehme, der so durch den Regen komplett zerstoert wird, wobei mir auch der Schirm nicht hilft, der genau in jenem Moment seine Sollbruchzeit ueberschreitet und unter meinen unglaeubigen Augen desintegriert ...
Naja, Ihr versteht so ungefaehr, oder?
Gestern duerfte ein solcher Tag gewesen sein. Vielleicht erzaehle ich hier bei Gelegenheit noch jene entzueckende Geschichte, wie ich den Tag konsequent peinlich mit der Verspeisung einer Xi'an-Spezialitaet beendete, ohne zu wissen, wie das denn eigentlich genau geht ...
Aber nicht jetzt. Denn heute war ein guter Tag, und ich muss jetzt diese Stadt fairerweise rehabilitieren.
Es war richtig kitschig. Grauslich eigentlich. Die Sonne strahlte von einem wolkenlosen Himmel, 23 Grad, kristallklare Luft, wie ich sie in China noch nie erlebt habe. Ein Taxi, das vor der Hoteltuere wartet, bringt mich zum groessten Taoistischen Tempel Xi'ans. Das heisst: Eigentlich nicht ganz hin, weil der Fahrer meint, man koennte nicht bis ganz hinfahren. (Warum das so waere, habe ich nicht verstanden.) Und als ich schon zu vermuten beginne, dass es heute in der gleichen Manier wie gestern weiterginge, bemerke ich, dass ich durch eine entzueckende Gegend voll kleiner Haeuschen und Maerkte spaziere. Ich stolpere zunaechst ueber einen kleinen buddhistischen Tempel, den ich alleine (und gratis) besichtige, finde dann - voellig unerwartet - auf Anhieb den Ba Xian An ("Acht Unsterbliche Tempel"), einen der wichtigsten taoistischen Tempel. Dieser ist - trotz einiger Touristen - so herrlich friedlich, wie ich es an taoistischen Staetten so liebe. Balsam fuer meine Seele - so dass ich mich danach sogar wieder an eine der ganz grossen Sehenswuerdigkeiten heranwage: die Da Yan Ta ("Grosse Wildganspagode"). Etwa 1.500 Jahre alt ist diese, wie ich nach wiederum erstaunlich reibungslosem Transport feststelle, zwar wieder von Menschenmassen ueberlaufen, diese verteilen sich aber auf dem riesigen Gelaende so effizient, dass eine angenehme, ungestoerte Besichtigung dieser wirklich herrlichen Anlage ohne weiteres moeglich ist.
Als mir dann auch noch genau als ich hungrig werde ein Nudelshop im Tempel begegnet, bin ich schon soweit versoehnt festzustellen, dass Xi'an tatsaechlich die wohl sauberste und ordentlichste Stadt ist, die ich bisher in China gesehen habe. Und im Sonnenlicht ist sie sogar richtig schoen.
Hochmotiviert flocke ich zum Stelenmuseum - der schwersten Bibliothek der Welt. Hier sind in einem wiederum wunderschoen angelegten Gelaende (die Gartenkunst beherrschen sie schon, die Chinesen, es ist unglaublich) mit in allen Farben bluehenden Baeumen, Straeuchern und Blumen 2.300 Steinstelen ausgestellt. Manche davon sind ueber 2.000 Jahre alt - die fruehesten "Buecher" der Menschheit. Sie waren dafuer da, um als Vorlagen zum Studieren beispielsweise konfuzianischer Originaltexte, Gesetzen, Gedichten oder auch kalligrafischer Vorlagen zu dienen, damit durch haendisches Kopieren kein Stille-Post-Effekt entstehe.
Direkt neben dem Museum (ich sag ja: es flockt!) erlaubt mir ein Aufgang auf die vollstaendig erhaltene Stadtmauer einen entspannenden Abendspaziergang - und die Entdeckung, dass es dort oben Fahrraeder zu mieten gibt, mit Hilfe derer man auf der 14 Kilometer langen Mauer die gesamte Altstadt umrunden und unterwegs alte Wehranlagen besichtigen kann. Sollte ich es morgen zu den Terracotta-Kriegern und wieder zurueck schaffen, waere das sehr reizvoll.
Als ich mich zum Abschluss noch mit einem Kalligrafie-Meister ueber dieses mein Lieblingsthema unterhalten kann, ich ihm zwei Kalligrafien abkaufe, die er mir auch noch mit meinem chinesischen Namen in Grasschrift versieht, ist der Tag eigentlich perfekt.
Komisch, dass so oft entweder alles schief geht oder alles klappt.
Haltet mir bitte die Daumen, dass morgen noch so ein Tag sein wird ... die Ton-Manderln wollte ich naemlich immer schon einmal sehen.
Sonntag, 18. Januar 2009
Sichuan - I: 成都 (Chengdu)
Aber ich schweife ab - so viel gibt's über Sichuan zu sagen, dass hier einfach nix weitergeht. Also: das Erdbeben. Letztes Jahr wurde ja diese Provinz von einem der stärksten Erdbeben erschüttert, die man in China seit langem erlebt hat. Chinas Regierung überraschte in diesem Zusammenhang mit ausgesprochen offener Berichterstattung über das gesamte Ausmaß der Katastrophe und mit intensiven Hilfsmaßnahmen.
Ray (rechts) und das übrige Personal des "Softtone" Pubs entpuppten sich als reichhaltige Quelle für Informationen über Sichuan und China, die in keinem Reiseführer stehen.
Interessant beispielsweise, dass in Rays Schule der Sexualkunde-Unterricht getrenntgeschlechtlich stattfindet und immer nur das jeweils eigene Geschlecht gelehrt wird. "So müssen wir alles selbst herausfinden", meinte Ray mit etwas unglaubwürdiger Kummermiene.
Die Sache mit den Sichuanesischen Taxis
Bevor ich nun gleich einen eher unlustigen aber dafür optisch ein-Hammer-seienden Bilderreigen der größten Sehenswürdigkeiten der Stadt Chengdu über meine wehrlosen LeserInnen ergieße, gibt es noch eine letzte Besonderheit, die zu erwähnen auch im Hinblick auf mögliche künftige Reisen seitens der KonsumentInnen dieses Blogs nicht uninteressant ist: den Verkehr in Chengdu. Und hier ganz speziell die Taxis und Busse.
In sämtlichen anderen chinesischen Städten, die ich bisher besucht habe, braucht man sich nur einmal am Kopf kratzen, um innert Sekundenbruchteilen von dreiunddreißig beförderungswilligen Taxis über den Haufen gefahren zu werden. In Shanghai vermeide ich so gut es geht, bei einem Spaziergang meinen Schritt zu verlangsamen oder meinen Blick Richtung Straße schweifen zu lassen, aus Furcht vor den Massen an Taxis, Dreirädern und Fahrrad-Rikschas, die mir dann sofort den Weg versperren und mich mit allen Mitteln zur Mitfahrt zwingen wollen.
Nicht so in Sichuans Städten. Sei es Chengdu, Chongqing, Leshan oder Ya'an: Einmal alle heiligen Zeiten gurkt in heiliger Ruhe ein einsames Taxi die Straße entlang - und wird sofort in einer symmetrischen Umkehrung der gewohnten Situation von Heeresscharen wildgewordener Fußgänger umzingelt, die unverzüglich mit vollem Körper- und Geldeinsatz in epische Schlachten um den begehrten Fahrgastposten ausbrechen. Und wer einmal Chinesen in vollem Einsatz erlebt hat, der will da nicht in die Quere kommen. Kurz und gut: Auch wenn sich mir der Grund nicht erschließt, Sichuan - und insbesondere Chengdu - leidet an einem verheerenden Taxi-Mangel. Eine Folge davon sind jene unfassbar komprimierten Menschenbündel, die wie von Geisterhand auf Chengdus Straßen dahinwälzen, und nur bei genauer Betrachtung jene hauchdünne Autobus-Hülle preisgeben, die sie gerade noch irgendwie umschließt, stets haarscharf an der Grenze zur Explosion.
Ich bin also viel zu Fuß gegangen in dieser 5-Millionen-Einwohner-Stadt.
Und wie schaut die eigentlich aus?
So:
Der "Tianfu-Platz" im Zentrum der Stadt ist ein klassisch kommunistischer Prunkplatz - von einer Kollossalstatue des Herrn Mao majestätisch überwunken, bietet er moderne Skulpturen, riesige Einkaufszentren, musikuntermalte Wasserspiele gigantischen Ausmaßes - und vor allem viel Platz.
Der 1.000 Jahre alte Wenshu Tempel ist einer der größten und besterhaltenen buddhistischen Tempel der Provinz. Er bietet prächtige Architektur der Tang-Dynastie, die man - ganz China-untypisch - nicht fotografieren darf. Und drumherum gibt's bei Straßenhändlern das übliche Gemisch aus Kunst und Kitsch, das in Sichuan noch ein gutes Stück vielfältiger ausfällt und dem ich daher noch ein eigenes Posting widmen möchte.
Im ältesten und größten taoistischen Tempel der Stadt - dem Qingyang Tempel - soll vor einiger Zeit Lao Tse persönlich einen Freund getroffen haben, der ihn trotz seiner Verkleidung als Ziegenhirte sofort erkannte. Das ist natürlich eine Sensation (wenn auch reichlich seltsam), und deswegen gibt's da heute zwei Statuen von Ziegen. Und eine ganz eigene, friedliche Stimmung. Meiner Meinung nach die interessanteste architektonische Sehenswürdigkeit von Chengdu - ganz besonders, wenn man sich für Taoismus interessiert. Und deswegen gibt's davon auch ein zweites Bild. So schauen die taoistischen Mönche aus - mit schlichten, blauen Roben, langen Haaren, die - zu Knoten gebunden - aus oben offenen Mützen herausschauen, und langen Bärten. Ziemlich coole Typen. Und verdammt viele, verdammt komplizierte Gottheiten gibt es in taoistischen Tempeln - besonders wenn man bedenkt, dass der Taoismus eigentlich irgendwo zwischen Philosophie und Religion schwimmt.
Übrigens steht momentan natürlich auch in Chengdu alles im Zeichen des bevorstehenden chinesischen Neujahrsfestes. Am 25. Jänner wechseln wir ja vom Jahr des Ratzen in das Jahr des Rindviechs. Auch in den Tempeln ist daher alles festlich geschmückt. (Hier im Wuhou-Tempel. Glaub' ich.)
Ja gibt es denn in Chengdu nur Tempel, höre ich Euch fragen? Mitnichten! Es gibt auch ganz große, ganz alte Erdhaufen! Wie beispielsweise diesen hier, der mit einem großen Eingang versehen ist. Es handelt sich dabei um das Grab des berühmten Generals Wang Jian - das einzige oberirdische Grabmal Chinas, das für seine 1.000 Jahre noch ziemlich frisch aussieht. (Bildlich gesprochen.) Im Inneren kann man die einzige erhaltene Repräsentation einer Live-Band aus der damaligen Zeit bewundern: 24 Musiker mit ihren Instrumenten sind als Statuen erhalten.
Immer wieder peinlich für mich ist auch die Erfahrung, dass zwar jeder Chinese Shakespeare oder Goethe kennt - uns aber selbst Literaten von so gewaltigem Einfluss wie Li Bai oder Du Fu recht chinesisch vorkommen. Letzterer - einer der wichtigsten Dichter der Tang-Dynastie - hat vor gut 1.200 Jahren in Chengdu gelebt, in einem kleinen Strohdachhaus, um das herum ihm die Kaiser nachfolgender Dynastien ein Denkmal in Form eines riesigen Parkes gesetzt haben. Hier der Eingang.
Hier das recht gemütliche Anwesen, das der Dichter selbst gebaut hat. Wäre in der Nähe vom Neusiedlersee auch nicht so falsch am Platze.
Auch einer der wichtigsten klassischen Dichterinnen Chinas hat man in Chengdu ein Denkmal in Form eines Parkes gesetzt: Xue Tao war ganz narrisch auf Bambus, deshalb gibt es in ihrem Park auch Bambuswälder mit über 150 verschiedenen Arten dieses Mega-Grases ...
... und außerdem ein (teils Freilicht-)Museum mit traditioneller Bambus-Kunst.
Sichuan grenzt ja an Tibet, und so gibt es in der Hauptstadt eine lebendige tibetische Community. Viele Geschäfte sind zweisprachig angeschrieben, überall gibt es tibetische Waren und Kleidung zu kaufen - und auf der Straße sieht man massenhaft tibetische Gesichter und traditionell gekleidete Menschen.
Im nächsten Teil möchte ich gerne über meine drei Tagesausflüge schreiben. Da werde ich mich näher mit faszinierenden Themen befassen wie beispielsweise völlig falschen Entfernungs- und Zeitangaben im Lonely-Planet-Reiseführer, einer helmlosen Motorradfahrt durch Sichuans Hinterland, der Tatsache, dass scheinbar alle Wege keineswegs nach Rom, sondern zum größten Buddha der Welt führen; außerdem mit chinesischen Bauernhöfen und jenem Teil von Tibet, der tatsächlich mitten in Sichuan liegt.
