... und deswegen verzögere ich auch hinterhältig den letzten Teil meiner Guangxi-Berichterstattung.
Denn ja, es ist wahr, morgen und übermorgen habe ich die großen Semester-Klausuren. Insgesamt vier Stück, an jedem Tag jeweils zwei. Und ich muss gestehen, dass ich mich gar nicht wohl fühle. Nur vier Tage Lernen habe ich investiert in eine Stoffmenge, die jenseits von Gut und Böse liegt - auf ordentliche Vorbereitung verzichtet, zugunsten meiner Reise. Was ich bisher auch noch nicht bereut habe.
Bisher.
Denn jetzt krampft sich mir der Magen zusammen, angesichts der nicht unwahrscheinlichen Peinlichkeit, dass mir bei der morgigen Hörverständnis-Prüfung alles Spanisch vorkommt, dass ich bei der darauf folgenden Sprech-Examination nur Gestammel von mir gebe; dass beim übermorgigen Schreib- und Grammatik-Test die Tinte meines Stiftes so gut wie vollständig erhalten bleibt - und ich bei der abschließenden Lese-Klausur mehr die Schönheit der mir auffallend unbekannten Zeichen bewundere als sie tatsächlich zu verstehen.
Gut, das ist ein bisschen übertrieben. Bezüglich des Schreibens und Lesens bin ich nicht ganz so nervös - hauptsächlich, weil ich den prüfenden Professorinnen da nicht in die Augen blicken muss. Aber das Sprechen morgen ... und vor allen Dingen das Hören! Wo man (bzw. ich) doch hier die Leute eh nicht verstehe - und das auch noch in einem solch rasenden Tempo!
Naja. Es ist ja eigentlich nicht so wichtig. Nichtsdestodennoch freue mich schon darauf, wenn es vorbei ist.
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Sonntag, 4. Januar 2009
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