Es ist vollbracht! Und gut ist's gelaufen.
Zwar habe ich noch keine Resultate, aber gefühlsmäßig sollte auch das Ergebnis des heutigen schriftlichen Teils eigentlich gut bis sehr gut ausfallen. Aber einfach war der nicht, liebe Lehrer! Von wegen: den schafft jeder. Tatsächlich gab es sogar universelles Stöhnen und Unmutskundgebungen, und Einige sind offenbar durchgefallen. Da ich aber traurigerweise wieder einmal bewiesen habe, dass ich wirklich nicht imstande bin, die Dinge locker zu nehmen, habe ich, wie es scheint, mit Abstand den meisten Lernaufwand investiert - und folglich fiel mir das Ganze auch nicht schwer.
Morgen haben wir zur Belohnung frei - und obwohl ich mich (und darf denn das wahr sein?) sogar schon wieder aufs Weiterlernen freue, gibt's heute erst mal eine Pause, denn ich bin verdammt müde. Nicht mal nach dem Test hat man Ruhe - ich komme gerade von einer vierstündigen Diskussion mit zwei Amerikanern und einem Franzosen zu einem thematischen Spannungsbogen von: "Wird die EU einmal zum europäischen Pendant der USA?" bis zu "Können Schwarze Löcher als Energiequelle genutzt werden?" Lockeres Post-Exam-Geplauder also. Und dabei habe ich noch nicht einmal gegessen.
Werde ich jetzt aber tun - spätsommerliches Wetter lädt auch zu einem Spaziergang ein. Ich entschuldige mich also für dieses uninspirierte Posting, das nur der Information dient - und wünsche allerseits einen schönen Tag!
PS: Am Wochenende steht die nächste Reise an - da sollte es wieder Bilderln geben, so alles klappt.
Posts mit dem Label Du Xie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Du Xie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Montag, 3. November 2008
Sonntag, 2. November 2008
Der erste Prüfungstag
Heute absolvierte ich die erste Hälfte meiner Mid-Term Exams zum Abschluss des Levels B. Das Thema war "Ting Shuo", also "Hören & Sprechen".
Ting: "Huach zua!"
Und so war es auch. Im ersten Teil durften wir uns mannigfaltige Sätze, Kurzdialoge und Kurzgeschichtchen - vorgetragen von unserer Ting Shuo Professorin Ji - anhören, um anschließend Fragen dazu zu beantworten. Anfänglich war das gar nicht so dramatisch, später dann schon eher. Ich hatte ja in früheren Postings bereits der Chinesen Hang zu gutem Gedächtnis bekrittelt - dem das meine so gar nicht gerecht werden mag. Und so war es gar nicht so leicht, einen etwa einminütigen Text, den man zweimal hören durfte, zunächst zu verstehen und sich dann zu merken - um erst anschließend die Fragen dazu gestellt zu bekommen - natürlich auch ohne schriftliche Gedächtnisstütze. Dies war wesentlich anspruchsvoller als erwartet, aber ich glaube, ich habe mich recht gut geschlagen.
Shuo: "Sprich!"
Die Überraschung des Tages war dann der "Shuo"-Teil, also das Sprechen. Denn bisher beeindruckte ich meine Umgebung durch orales Chinesisch vom Typ "Flüssig wie Sahara-Sand" - ein Gestocke, -stammle und -stottere, dass einem das Grausen kommen könnte. Doch trotz durchaus nennenswerter Nervosität, habe ich tatsächlich im zweiminütigen Einzelgespräch mit Ji Laoshi (das heißt übrigens "Lehrerin Ji") flüssig, locker und durchaus relaxed geplaudert. Auf Chinesisch, bitteschön. So richtig echt.
Nun hatte ich Glück und bekam mein Lieblingsthema ("Sprich über dich selbst!") - und wir konnten bereits im voraus fünf Themen vorbereiten. Trotzdem war ich erstaunt, wie gut das lief. Nach immer wiederkehrenden Zweifeln, Rückschlägen und auch Beweisen, wie wenig ich eigentlich noch kann, tut es wirklich gut, zu bemerken, dass ich Fortschritte mache. Denn ein Kurz-Monolog wie der heutige wäre mir noch vor zwei Monaten vollkommen unmöglich gewesen.
Heute lief's gut - aber morgen ist ja auch noch ein Tag
Nun habe ich also jenen Prüfungstag hinter mir, vor dem mir am meisten graute, und er lief unerwartet gut. Vermutlich versage ich dafür morgen, beim "Du Xie" ("Lesen und Schreiben"), wo normalerweise meine Stärke liegt. Aber das ist mir momentan egal - jetzt gönne ich mir erstmal einen Kaffee, der hierzulande leiwanderweise nach Schokolade schmeckt. Zur Belohnung. Wofür auch immer.
Ting: "Huach zua!"
Und so war es auch. Im ersten Teil durften wir uns mannigfaltige Sätze, Kurzdialoge und Kurzgeschichtchen - vorgetragen von unserer Ting Shuo Professorin Ji - anhören, um anschließend Fragen dazu zu beantworten. Anfänglich war das gar nicht so dramatisch, später dann schon eher. Ich hatte ja in früheren Postings bereits der Chinesen Hang zu gutem Gedächtnis bekrittelt - dem das meine so gar nicht gerecht werden mag. Und so war es gar nicht so leicht, einen etwa einminütigen Text, den man zweimal hören durfte, zunächst zu verstehen und sich dann zu merken - um erst anschließend die Fragen dazu gestellt zu bekommen - natürlich auch ohne schriftliche Gedächtnisstütze. Dies war wesentlich anspruchsvoller als erwartet, aber ich glaube, ich habe mich recht gut geschlagen.
Shuo: "Sprich!"
Die Überraschung des Tages war dann der "Shuo"-Teil, also das Sprechen. Denn bisher beeindruckte ich meine Umgebung durch orales Chinesisch vom Typ "Flüssig wie Sahara-Sand" - ein Gestocke, -stammle und -stottere, dass einem das Grausen kommen könnte. Doch trotz durchaus nennenswerter Nervosität, habe ich tatsächlich im zweiminütigen Einzelgespräch mit Ji Laoshi (das heißt übrigens "Lehrerin Ji") flüssig, locker und durchaus relaxed geplaudert. Auf Chinesisch, bitteschön. So richtig echt.
Nun hatte ich Glück und bekam mein Lieblingsthema ("Sprich über dich selbst!") - und wir konnten bereits im voraus fünf Themen vorbereiten. Trotzdem war ich erstaunt, wie gut das lief. Nach immer wiederkehrenden Zweifeln, Rückschlägen und auch Beweisen, wie wenig ich eigentlich noch kann, tut es wirklich gut, zu bemerken, dass ich Fortschritte mache. Denn ein Kurz-Monolog wie der heutige wäre mir noch vor zwei Monaten vollkommen unmöglich gewesen.
Heute lief's gut - aber morgen ist ja auch noch ein Tag
Nun habe ich also jenen Prüfungstag hinter mir, vor dem mir am meisten graute, und er lief unerwartet gut. Vermutlich versage ich dafür morgen, beim "Du Xie" ("Lesen und Schreiben"), wo normalerweise meine Stärke liegt. Aber das ist mir momentan egal - jetzt gönne ich mir erstmal einen Kaffee, der hierzulande leiwanderweise nach Schokolade schmeckt. Zur Belohnung. Wofür auch immer.
Abonnieren
Posts (Atom)
